Newsletter vom 02.05.2013 , 14:48
<-- Zum Newsletter-Archiv

Titel: Brand des Monats
Brand des Monats

Edelbrennerei Dirker

Kundeninformation

Sehr geehrte Kunden und Freunde edler Destillate

Unsere Themen heute:

  • Brand des Monats Mai 2013
  • Wichtige Information zum Thema Haltbarkeit
  • Tag der offenen Tür
  • Termine

>>>>> Bitte antworten Sie nicht auf diese Email! <<<<<

Diese Adresse dient ausschliesslich dem Newsletterversand.
Dieses Postfach wird nicht auf eingehende Emails kontrolliert.

Bitte verwenden Sie für Anfragen ausschliesslich die Mailadresse info@dirker.de.


Brände des Monats Mai 2013

Auf Grund des anstehenden Frühlings haben wir diesmal zwei Artverwandte aus der Zwetschgensippe als Brände des Monats ausgesucht.

Brand von der Ontariopflaume

40% Vol.

Brand von der Ontariopflaume (Eierpflaume)

Die Pflaumensorte wurde 1874 von M. Ellwanger und A. Barry (Rochester USA) in den Handel gebracht. In Österreich ist die Sorte recht häufig anzutreffen.

Die sehr großen Früchte, bis zu 5 cm, werden so gegen Mitte August reif. Nur wenn sie alleine vom Baum fallen, haben sie ein sehr süßes, aber dezentes Aroma.

Die Eierpflaume trägt ihren Namen nicht umsonst. Durch die auffallend gelbe Kennzeichnung bei Vollreife erhielt sie ihren Namen von der Farbe des Eidotters. Man bezeichnet sie auch oft als Wasserlatsche, sie gehört jedoch in die Pflaumenfamilie. Das Fruchtaroma ist etwas dezenter aber auch viel feiner als bei ihren Verwandten, den Renekloden oder Zwetschgen.

Eine vorsichtige Destillation ist erforderlich, um ein elegantes Destillat mit einem leichten Steinton und duftigem Pflaumenaroma zu zaubern. Liebhaber erfreuen sich immer mehr an der Eierpflaume und schätzen die Reinheit des Destillats.

In der Nase verbreitet sich ein Duft von Mirabellen und Mandeltönen, was sich beides die Waage hält. Auch die leichte Bitternote der Schale ist zu erkennen. Dann der erste Schluck auf der Zunge angenehme milde Süße mit ganz filigranen Mirabellen- und Aprikosentönen, welche in würzigen Mandel-Steintönen sich nach dem Schlucken sehr lange im Gaumen ausbreiten. Der leichte, herbe, kernige Nachklang bleibt noch lange im Mundraum.

Diese Ernte und der Brand wurden im Jahrhundertsommer 2003 gebrannt und es waren die besten Früchte, die ich hier von den Hausgartenbesitzern und Landwirten erhalten hatte.

Der nunmehr 10-jährige Brand sicher ein Unikat.

Der Brand von der Eierpflaume ist ein idealer Begleiter zu leichtem Fisch, aber auch zu einer dezenten Kürbissuppe. Oder als Begleiter zum Spargel in Kombination mit Sauce Hollandaise, zum Mango-, Orangen-, Mandarinensorbet oder Eiskrem ist sie bestens geeignet.

Als Ihr Brenner wünschen ich und mein Team viel Spaß beim Verkosten

und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem Hessenteil des Spessarts.

0,5 Liter € 28,00
0,2 Liter € 12,00


Brand von der Tipala Zwetschge

40% Vol.

Brand von der Tipala Zwetschge (Zuckerpflaume)

Die Tipala Zwetschge wird auch liebevoll als Zuckerpflaume bezeichnet, obgleich sie botanisch eine Zwetschge ist. Man unterscheidet Zwetschgen und Pflaumen botanisch an der Steinform. Pflaumen haben einen rundlichen Stein, im Gegensatz zu den Zwetschgen, wo der Stein immer am Ende spitz und scharfkantig verläuft.

Die Tipala Zwetschge ist eine Neuzüchtung von Hr. Dr. Walter Hartmann aus Stuttgart-Hohenheim aus einer Kreuzung von Tiroler Zuckerzwetschgen und der Sorte Opal aus dem Jahre 1995. über 70 Bäume wachsen und gedeihen mittlerweile auf unserer Obstplantage.

Die relativ großen Zwetschgen (4 cm sind keine Seltenheit), sind gold- bis orangegelb mit roten Backen. Das bei Vollreife aprikosenfarbene Fruchtfleisch schmeckt aromatisch süß nach Nektarinen und Aprikosen. Die Früchte müssen für die Branntweinherstellung unbedingt alleine vom Baum fallen, nur so kann sich das volle Aroma entfalten. Drei bis viermal in der Woche müssen die Quetschen von den Netzen, welche wir unter die Bäume spannen aufgesammelt werden. Meistens esse ich während der Ernte so viel von den leckeren süßen Früchten, dass es mir ganz unwohl wird und ich sie dann doch ins Maischefass einfülle.

Doch die Mühe lohnt. Wenn die Früchte Ende Juli, Anfang August eine Woche vergoren sind, werden sie von den Steinen getrennt, damit der Bittermandelton nur dezent im Destillat in Erscheinung tritt. Nach kurzer, kühler Gärung im Kühlhaus wird die Maische umgehend gebrannt. Schon beim Brennen verbreitet sich ein intensiver Pflaumenkuchenduft im Brennraum. Nach ein- bis zweijähriger Lagerung wird das 80%-ige Destillat mit weichem Wasser auf Trinkstärke eingestellt!

Der erste Schluck im Glas verströmt ein intensives Pflaumenaroma mit Anklängen an Mirabellen und Nektarinen. Darin eingebunden der Marzipansteinton in Harmonie mit einer dezenten Hefepflaumenkuchen-Note.

Auf der Zunge dann die süßen Pflaumen-Zwetschgenaromen in Begleitung vom Steinton, welcher sich dann mit der ganzen Würze und einem schönen jugendlich muskulösen Alkohol entfaltet. Beim Runterschlucken bleibt der Marzipansteinton lange und breit am Gaumen und hinterlässt ein mollig-warmes Gefühl von Mehr...

Die Tipala Zwetschge ist ein idealer Begleiter zu würzigem Fisch, aber auch zu einer Muskatkürbissuppe. Oder als Begleiter zum Spargel in Kombination mit Sauce Hollandaise, zum Mango-, Orangen-, Mandarinensorbet oder Eiskrem ist sie bestens geeignet.

Als Ihr Brenner wünschen ich und mein Team viel Spaß beim Verkosten
und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem Hessenteil des Spessarts.

0,5 Liter € 25,00
0,2 Liter € 11,00

(Preisangaben incl. 19% MwSt.)

>>> Hier gehts zum Shop <<<


Wichtige Information zum Thema Haltbarkeit von Brand, Wasser, Geist und Likör

Ich habe mich dazu entschlossen, meine Etiketten mit einem Verzehrempfehlungsdatum zu versehen. Da ich bei verschiedenen Destillaten festgestellt habe, dass bei normaler Lagerung der geöffneten oder ungeöffneten Originalflaschen sich bei verschiedenen Obstsorten Bränden oder Geisten und Likören doch deutliche Aromaverluste und schnelles Altern, typisch oder untypischer Art gezeigt hat, werde ich eine Verzehrempfehlung ( ähnlich wie ein Haltbarkeitsdatum ) auf der Flasche bzw. Etikett anbringen.

Ich habe herausgefunden, dass absolut saubere Brände ( ohne Vor- u. Nachlaufanteile ) in ihrer Ester Struktur instabil sind. Das betrifft generell Williams Birnen, Quitte, Himbeere, Erdbeere, Walderdbeere, säurearme Apfelbrände aus voll bis überreifen Äpfeln, Stachelbeeren, Maulbeeren und Feigen um nur einige zu nennen.

Als eine Art Leitfaden könnte man sagen:
Die in der Jahreszeitfolge von Frühling bis Herbst reifenden Früchte, sind die Frühlingsfrüchte bis August reifenden. Daraus gebrannte Fruchtdestillate / Geiste sind nicht lange lagerfähig ( Ausnahmen Kirschen, Johannisbeeren und sehr saure gerbstoffreiche Früchte ). Im August scheiden sich die Geister. Die Mirabelle ist durchaus ohne Aromaverluste bis zu 15 Jahren lagerfähig. Die Williamsbirnen wiederum nicht.

Bei allen ab September bis zur letzten Frucht der Mispel im November reifenden Früchte sind die Destillate daraus sehr lange lagerfähig. ( Ausnahme hier die Quitte maximal 1-2 Jahre ).

Die Liköre, wenn ohne Antioxidationsmittel aus frisch gepresstem Fruchtsaft hergestellt, von daher werden nur diese ebenso fruchtspezifisch mit einem Aufbrauchdatum Verzehrempfehlung versehen. Haltbarkeit bei sachgerechter kühlen Lagerung maximal 1 Jahr. Erdbeerlikör höchstens 4 Wochen wenn er aus frischen Erdbeeren hergestellt wurde.

Voraussetzung bei allen beschriebenen Destillaten und Likören ist eine normale Lagerung ( bei normalen Temperaturschawankungen und Tageslicht ) in der Wohnung, Bar, Digestifwagen, Ladenregal im Geschäft. Unter normaler Lagerung gehe ich von einem Kunden aus, der das Produkt kauft, öffnet und allabendlich die Flasche aus der Bar entnimmt um einen Tag mit einem Brand / Likör abzuschließen.

Anders sieht es mit der Haltbarkeit aus, wenn die Brände, Geiste, Liköre im Dunkeln und womöglich im Keller - und ganz wichtig - stehend gelagert werden. Da kann eine Williams-Christ-Birne durchaus 3 Jahre unbeschadet überstehen. Generell sollten die Brände und Destillate stehend gelagert werden.

Erwähnen sollte man auch, dass wenn eine Flasche geöffnet ist, durch den frischen Sauerstoff ein etwas schnellerer Alterungsprozess einsetzt. Generell, je mehr Luft in der Flasche ist und je weniger Destillat oder Likör, umso schneller schreitet der Prozess voran. Ganz schlimm ist es, wenn man aus der Flasche trinkt, denn dadurch kommt es zur sogenannten Salivation, wodurch Speichelteilchen, die für unsere Verdauung und Zersetzung der Nahrung bereits im Mundraum tätig werden in die Flasche gelangen und verrichten dort ihr vernichtendes Werk.

Früher hat man Flaschen mit Luftraum mit Glaskugeln aufgefüllt um so den Luftraum zu verkleinern. "Rosenhut", der Verein der Fränkischen Edelbrenner hatte diese zeitweilig im Angebot.
Sehr oft musste ich Kunden schon korkige Destillate umtauschen. Vorsicht ist auch bei den neuen Kunststoffkorken, wie sie im Weinbereich verwendet werden, geboten. Hier sollte man sich beim Hersteller informieren bis wieviel %Vol. der "Kork" zugelassen ist.

Eine ausführliche Liste welche Produkte wie lange trinkbar sind, werde ich in nächster Zeit anfertigen. Ich hoffe, Ihnen nun die Problematik etwas näher gebracht zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen aus dem Hessenteil des Spessarts
Arno Josef Dirker


Brennerei-Hoffest und Tag der offenen Tür

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem alljährlichen Hoffest am Sonntag, den
26. Mai 2013

Live-Destillation, viele Infos, Möglichkeit zum Einkaufen und noch Vieles mehr für die ganze Familie.


Termine:

  • Termine für die Brennabende
    • Genussakademie Frankfurt am Main, Tasting Kochschule 22.05.2013
    • Landgasthof Behl in Blankenbach (06024-4766)
      31.05., 08.06., 20.09., 3.10., 19.10., 2.11., 22.11.,
      23.11., 29.11., 30.11., 7.12. und 13.12.2013
    • Culture-Club Hanau (06181-520520) zur Zeit keine Termine bekannt
  • Tag der offenen Tür und Hoffest am 26. Mai 2013
  • „Der Kahlgrund brennt“ am 27. Oktober 2013. Nähere Infos unter „www.der-kahlgrund-brennt.de

Bitte antworten Sie nicht auf diese Email!
Diese Adresse dient ausschliesslich dem Newsletterversand und wird nicht auf eingehende Emails kontrolliert.

Bitte verwenden Sie für Anfragen ausschliesslich die Mailadresse info@dirker.de.

Falls Sie keine weiteren Newsletter mehr wünschen, klicken Sie bitte hier.

>>> Hier gehts zum Shop <<<

Irrtümer und Druckfehler vorbehalten!